NGG: "Gastwirte müssen endlich Löhne bieten, von denen man auch leben kann!"

Oldenburg, 14.12.2016 

Die Tarifverhandlungen für das Hotel– und Gaststättengewerbe Weser-Ems und ostfriesische Inseln sind gestern Abend ergebnislos vertagt worden. Um den Lohnabstand von bis zu 17% zum restlichen Niedersachsen abzubauen, fordert die Gewerkschaft NGG für 2017 eine Erhöhung um mindestens 6,5 %. Ein Angebot des DEHOGA über 2,5 % wurde als nicht ausreichend zurück gewiesen um diese Differenz abzubauen.

Christian Wechselbaum, zuständiger Gewerkschaftssekretär in der Region Oldenburg/ Ostfriesland erklärte hierzu „Die Gastronomen und Hoteliers wollen weiter auf Löhne bauen, die nicht ausreichen um davon zu leben. Die angebotene Erhöhung von 2,5 % würde einem ausgelernten Koch brutto gerade mal 24 Cent pro Stunde mehr bringen. Ein Facharbeiterlohn von zukünftig 9,77 Euro wäre weiterhin keine Honorierung der harten Arbeit, die von den Beschäftigten geleistet wird.

Der Tourismus in Norddeutschland boomt. Das Gastgewerbe muss sich jetzt erfolgreich für die Zukunft aufstellen und dazu gehört eine Abkehr von den Billiglöhnen in Weser-Ems und den ostfriesischen Inseln. Sonst wird man immer weniger Beschäftigte dauerhaft für die Arbeit am Gast begeistern können.“

Hinweise: Der Entgelttarifvertrag Weser-Ems umfasst die kreisfreien Städte Oldenburg, Wilhelmshaven und Delmenhorst, sowie die Landkreise Friesland, Wesermarsch, Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Vechta. Der Tarifvertrag für die ostfriesischen Nordsee-Inseln gilt auf Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge.

Der Entgelttarifvertrag Niedersachsen gilt, mit Ausnahme der Tarifgebietes Weser-Ems und der ostfriesischen Inseln, im gesamten Bundesland. Damit grenzen z.B. Aurich, Emden, Leer, Wittmund und Diepholz direkt an das Tarifgebiet Weser-Ems.

 

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