Lebensmittel und Politik

Lebensmittel nicht verramschen!

Foto: Fotolia / Africa Studio

09.09.2015

Angesichts der weltweiten Krise am Milchmarkt brechen die Preise für Molkereiprodukte ein. Die niedrigen Milchpreise und die anhaltenden europaweiten Bauernproteste haben die EU-Agrarminister am Montag zu einer außerordentlichen Sitzung über zusätzliche Finanzhilfen für die betroffenen Landwirte bewogen. Einzelne EU-Mitgliedsstaaten hatten finanzielle Hilfen für die Bauern schon auf nationaler Ebene zugesagt. Die EU-Kommission will nun die Existenz der Milchproduzenten mit 500 Millionen Euro Soforthilfe sichern.  

Auch die Verbraucher sind gefragt

Nach dem Wegfall der EU-Milchquote am 1. April 2015 sind die Milchmengen kontinuierlich gestiegen. Gleichzeitig sank die weltweite Nachfrage nach Molkereiprodukten. Aufgrund des russischen Embargos und der schwächelnden Konjunktur in China gingen die Importe der beiden größten Milcheinfuhrländer zurück. Peter Störling, NGG-Referatsleiter Milchwirtschaft: „Die globale Milchabsatzkrise hat auch Auswirkungen auf die europäische und die deutsche Milchwirtschaft. Wie sich der Markt auf Dauer entwickeln wird, ist noch nicht absehbar. Unsere Aufgabe als Gewerkschaften ist es, dafür zu sorgen, dass Menschen, die in der Milchverarbeitung tätig sind, von ihrer Arbeit leben können. Damit Lebensmittel wie Milch nicht verramscht werden, sind nicht nur die Discounter gefragt, von ihrer Niedrigpreisstrategie abzurücken, sondern auch die Verbraucherinnen und Verbraucher: Sie müssen entscheiden, was ihnen Lebensmittel wert sind. Gute Qualität, die von Fachkräften unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt wird, kostet. Das muss den Verbraucherinnen und Verbrauchern klar sein.“

 

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