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"Einzig der Gewinnmaximierung"

Coca-Cola kündigt Umstrukturierungen und Standorschließungen an, 800 Arbeitsplätze gefährdet

Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG hat weitere harte Einschnitte und Umstrukturierungen angekündigt.

02.03.2016

„Die jetzt angekündigten Umstrukturierungen und Standortschließungen bei Coca Cola dienen einzig der Gewinnmaximierung.“ Der NGG-Vize Claus-Harald Güster hat die Unternehmensführung der Coca-Cola Erfrischungsgetränke GmbH (CCE GmbH) dafür scharf kritisiert und ihr vorgeworfen, dass sie ohne Not 800 Arbeitsplätze in den Verkaufsgebieten Nord, Baden-Württemberg und Ost gefährde.

„Die NGG und die Betriebsräte werden im Rahmen des im März 2015 abgeschlossenen Strukturtarifvertrages für die von den Standortschließungen Betroffenen sozial verträgliche Lösungen gestalten“, versicherte Güster.

Die aktuellen Pläne dienten sowohl dem konsequenten Ausstieg aus dem Mehrweggeschäft als auch der anstehenden Fusion. Mit der Umwandlung der CCE AG in eine GmbH seien erste Fakten geschaffen worden. Die deutsche CCE GmbH sei in der kommenden CCEP (Coca-Cola European Partners) die einzige Beteiligte, die mit der Ein-Liter-Verpackung noch einen nennenswerten Mehrweganteil im Sortiment habe. Der für Deutschland geplante Anteil an den Einsparungen in den kommenden Jahren werde aus Sicht der Gewerkschaft NGG nur zu schaffen sein, wenn man sich komplett aus den Mehrwegverpackungen verabschiede – „in Kauf nehmend, dass dies Arbeitsplätze vernichtet und  die Umweltbilanz verschlechtert. Auch die Kunden wünschten Mehrweg, was daran ersichtlich ist, dass nach dem Ausstieg aus der 1,5 Liter-Mehrwegflasche das Volumen größtenteils zur Ein-Liter-Mehrwegflasche übergegangen ist.“ Zudem sei die Schließung der Standorte das Ergebnis des Nichthandelns der Politik beim Thema Stabilisierung der Mehrwegquote. Der aktuell vorgelegte Entwurf zu einem Wertstoffgesetz berücksichtige nicht die Quotenvorgabe und setze die Wiederverwertung vor die Vermeidung von Abfällen.  

Hintergrund:
Folgende Standorte werden in Verkaufsgebieten Nord, Baden-Württemberg und Ost geschlossen: Riegel, Gomaringen Bremen, Oldenburg, Trollenhagen, Hermsdorf sowie Schließung der Produktion in Berlin-Hohenschönhausen und Veränderung am Standort Karlsruhe (Lager und Roten Flotte)

 

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