Lebensmittel und Politik

"Die Sorgen ernst nehmen"

Glyphosat: Bundestag diskutiert über nationale Beschränkung

Foto: fotolia.com/countrypixel

12.12.2017

Im Alleingang hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) für die erneute Genehmigung der Verwendung des Unkrautvernichters Glyphosat in der Europäischen Union (EU) gestimmt. Im Ergebnis hat die EU in dieser Woche die Zulassung für fünf weitere Jahre erteilt. Im Berliner Bundestag wird derweil über eine nationale Beschränkung des Einsatzes diskutiert.

Glyphosat ist hoch umstritten

Glyphosat ist hoch umstritten – insbesondere, weil es im Verdacht steht, krebserregend zu sein und einen Anteil am Insektensterben der letzten Jahrzehnte zu haben. Rückstände des Unkrautvernichters wurden unter anderem in Bier nachgewiesen. Die NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger hat in diesem Zusammenhang auf eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung verwiesen, die zeigt, dass die deutsche Wirtschaftspolitik, was ökologische und soziale Nachhaltigkeit angeht, zuletzt nur geringe Fortschritte gemacht hat. Die Entscheidung des Landwirtschaftsministers „pro Glyphosat“ sei sinnbildlich für eine deutsche Politik, die den Erhalt des Status Quo in den Vordergrund stelle und es zu häufig versäume, vorausschauend und in die Zukunft gerichtet zu entscheiden.

"Die Sorgen ernst nehmen"

„Die Verbraucher sehen den massenhaften Einsatz von Glyphosat mit großer Sorge. Diese Sorgen sollte die Politik, aber insbesondere auch Agrarwirtschaft und Ernährungsindustrie, ernst nehmen.“ Das Vertrauen der Kundinnen und Kunden sei die Basis des Erfolgs der Unternehmen in der Ernährungsindustrie. „Die Menschen wollen keine Glyphosat-Rückstände in ihren Lebensmitteln. Bauern, Ernährungsindustrie und Politik sind sicher gut beraten, auf das gestiegene Bewusstsein für gesunde Ernährung, Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften zu reagieren.“

 

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