Sozialpolitik

"Ein Weckruf für jede künftige Regierung"

Zahl der Rentnerinnen und Rentner, die Unterstützung von der "Tafel" benötigen, hat sich verdoppelt

Die Rente reicht nicht: Immer mehr Ältere sind auf die Lebensmittel-Spenden der "Tafel" angewiesen.

21.12.2017

Nach Angaben des Bundesverbands der Tafeln in Deutschland hat sich die Zahl der Rentnerinnen und Rentner, die auf die Ausgabe kostenloser Lebensmittel angewiesen sind, binnen zehn Jahren verdoppelt. Mittlerweile nähmen rund 350.000 bedürftige Ältere das Angebot der Tafeln in Anspruch (Info). Für Guido Zeitler, stellvertretender NGG-Vorsitzender, ist der starke Anstieg hilfebedürftiger Senioren ein „Weckruf für jede künftige Regierung“ und ein „absolutes Armutszeugnis für unser reiches Land.“

Kurswechsel ist dringend notwendig

Die Situation der Tafeln zeige, wie dringend notwendig und überfällig ein Kurswechsel in der Rentenpolitik sei. „Die Zahl der Altersarmen wird, wenn jetzt nicht endlich umgesteuert wird, in Zukunft noch deutlich ansteigen.“ Die Gewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) hätten vor der Bundestagswahl ein Rentenkonzept vorgelegt, das dies verhindern könne und eine auskömmliche Rentenhöhe für die kommenden Rentnerinnen und Rentner sichert. „Das Konzept gegen Altersarmut und für eine solide und zukunftssichere Rentenpolitik liegt vor, jede neue Bundesregierung ist dringend aufgefordert, es konsequent umzusetzen.“ Die "Rentenfrage" müsse auf der politischen Agenda endlich ganz nach oben. „Es ist völlig inakzeptabel, dass hunderttausende Menschen, die Jahrzehntelang hart gearbeitet haben, im Alter auf Spenden angewiesen sind, um satt zu werden. Ich hoffe, dass die Politik endlich begreift, wie viel sozialer Sprengstoff die wachsende Altersarmut in sich birgt“.

 

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