Systemgastronomie 2017

Du hast mehr verdient!

Kundgebung für faire Löhne in der Systemgastronomie

Foto: Fotoagentur FOX / Uwe Völkner

23.03.2017

Nach dem vorläufigen Scheitern der Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) hat die NGG seit Anfang Februar bundesweit zu Warnstreiks und Aktionen aufgerufen. Dass das Angebot der Arbeitgeber eine Provokation ist, die die rund 100.000 Beschäftigten bei McDonald’s, Burger King, Nordsee, Kentucky Fried Chicken, Vapiano, Pizza Hut, Autogrill und Starbucks nicht hinnehmen, machten die Beschäftigten auch bei einer großen Kundgebung in Dortmund klar. Rund 200 in der Systemgastronomie beschäftigte waren am Mittwoch nach Dortmund gekommen, um ihren Unmut kundzutun. Begleitet wurden sie von solidarischen Gästen aus Politik, Kultur und Gewerkschaft. Auch wenn die Stimmung gut war: Die Wut bleibt groß. Denn eine faire Bezahlung für die Arbeit in dieser Branche, in der die Arbeitsbelastung sehr hoch ist, steht jetzt endlich an.

Gemeinsam für eine angemessene Bezahlung

Bei einer Podiumsdiskussion mit den Kolleginnen und Kollegen aus der NGG-Tarifkommission der einzelnen „Systeme“ wurde klar: In allen Filialen reicht der Lohn oft nicht, um ohne staatliche Hilfe zu überleben, geschweige denn eine Familie zu ernähren. In allen Betrieben lastet die Arbeit auf zu wenigen Schultern. Gemeinsam den Druck aufrechtzuerhalten, um bessere Bedingungen zu erstreiten tut gut und wird sich auszahlen. 

Eine weitere Kundgebung für faire Löhne in der Systemgastronomie findet am 29. März in Berlin statt.

Infos zur Tarifrunde: www.ngg.net/system2017

Hintergrund:
Derzeit läuft in den Betrieben der Systemgastronomie eine zähe Tarifauseinandersetzung. Drei Gesprächsrunden sind bislang ergebnislos verlaufen. Es geht in der Tarifrunde Systemgastronomie um faire Löhne für die rund 100.000 Beschäftigten, die bei McDonald’s, Burger King, Nordsee, Kentucky Fried Chicken, Vapiano, Pizza Hut, Autogrill und Starbucks arbeiten. Die NGG fordert eine Erhöhung der Löhne um mindestens sechs Prozent und eine überproportionale Anhebung der untersten Tarifgruppe, die sich im Ergebnis deutlich vom gesetzlichen Mindestlohn abheben soll. Die Arbeitgeber haben bislang nur ein inakzeptables Angebot vorgelegt: die Beschäftigten in der untersten Tarifgruppe etwa sollen künftig mit drei Cent mehr als dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde abgespeist werden.

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