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„Wir lassen uns nicht einfach verkaufen!“

2. "Riders Day Germany" stellt Forderungen an die Arbeitgeber

Sind bereit, für ihre Rechte zu kämpfen: die Rider der Essenslieferdienste vor der NGG-Hauptverwaltung in Hamburg. Foto: Peter Bisping

13.02.2019

„Wir lassen uns nicht einfach verkaufen!“ lautete die Botschaft des 2. "Riders Day Germany", der vom 7. bis 8. Februar in Hamburg stattfand. Fahrerinnen und Fahrer von foodora und Lieferando.de waren dafür aus ganz Deutschland in die NGG-Hauptverwaltung angereist. Die meisten von ihnen jedoch mit dem Zug und nicht, wie man es von "Ridern" erwarten würde, mit dem Fahrrad. Denn wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, ihre Arbeitgeber aufgrund ausgebliebener Lohnzahlungen zu verklagen, Betriebsräte zu gründen oder auf eigene Kosten ihre Bikes instand zu halten, liefern sie mit eben diesen Essen aus. Trotz der prekären Arbeitsbedingungen macht ihnen ihr Job Spaß. Und gerade deshalb wollen sie nun erst recht kämpfen.

Noch größere Unsicherheit für die Rider

Kurz vor Weihnachten hatte die Delivery Hero SE (Lieferheld, pizza.de, foodora) verkündet, dass sie sich aus dem Heimatmarkt Deutschland zurückziehen und das Geschäft der drei Marken an den Erzrivalen Takeaway Express (Lieferando.de) verkaufen werde. Für die Rider bedeutet diese Entscheidung eine noch größere Unsicherheit, als sie sie aufgrund ihrer fast ausnahmslosen sachgrundlosen Befristung auf ein Jahr ohnehin schon gewohnt sind. Als einige von ihnen vor gut einem Jahr aufgrund missbräuchlicher Befristung mit dem Rücken zur Wand standen, gründeten sie die Facebook-Kampagne „Liefern am Limit“. Neben dem Ziel, die Aufmerksamkeit der Medien und der Politik zu erlangen, machten sie auch die  Gewerkschaft NGG auf sich aufmerksam.

Gemeinsame Forderungen an die Arbeitgeber

Seit 1. November 2018 gehört die Kampagne nun offiziell zur NGG. Der gemeinsam initiierte 2. Riders Day Germany in Hamburg ist das bisher größte Rider-Treffen Deutschlands. Die NGG klärte die Teilnehmenden darüber auf, was im Falle eines Verkaufs auf sie zukommen kann. Allen Unsicherheiten zum Trotz einigten sich die Rider auch auf gemeinsame Forderungen an ihre Arbeitgeber: Vergütung ihrer privaten Arbeitsmittel, unbefristete Verträge und eine bessere Kommunikation.

Zur Pressemitteilung

Zur Chronik "1 Jahr Liefern am Limit"

 

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