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Internationale Fleischkonferenz

Zunehmende Konzentration wird untersucht

Ron Oswald (IUF-Generalsekretär), Monika Sens, Rolf Zober, Michael Pipper, Jacqueline Baroncini (IUF), Robert Breinig und Bernd Maiweg (v.l.n.r.)

Nicht nur die thailändische Geflügelwirtschaft liefert abschreckende Beispiele für Arbeitsbedingungen, auch Dumpinglöhne auf deutschen Schlachthöfen wurden auf der Fleischkonferenz der IUF kritisiert.

 

 

Im Vordergrund der „IUF Global Meat Conference“ stand die fortschreitende Konzentration auf immer weniger, dafür immer größere Fleischkonzerne wie JBS Swift Group (Brasilien), Tyson Foods, Cargill, Smithfield Foods (alle USA) und in Europa Danish Crown sowie VION. 150 Gewerkschaftsvertreter aus 17 Ländern diskutierten in Omaha Nebraska (USA) die Probleme der Wanderarbeiter sowie die Ausbeutung und Missachtung von Menschenrechten. Besonders abschreckende Beispiele lieferte die thailändische Geflügelindustrie: Beim Aufsuchen der Toiletten werden die Beschäftigten über Lautsprecher ausgerufen und zur Rückkehr an ihren Arbeitsplatz aufgefordert.

 

 

Auch der Einsatz von mittel-osteuropäischen Werkvertragsarbeitnehmern wurde diskutiert. Kollegen aus Argentinien brachten es auf den Punkt: „Hat das reiche Deutschland Dumpinglöhne und Massenunterkünfte nötig“?

 

Fazit von Bernd Maiweg, Referatsleiter Fleisch in der NGG-Hauptverwaltung: „Neben der Koordinierung unserer Arbeit in Europa durch unsere EFFAT müssen wir auch dem globalisierten Agieren der Fleischmultis begegnen.“

 

 

Die IUF plant eine Arbeitsgruppe, die sich der zunehmenden Konzentration der zehn größten Fleischkonzerne annehmen soll.

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