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Deutsches Lohndumping bedroht italienische Arbeitsplätze

Nach bilateralen Gesprächen mit französischen und dänischen Gewerkschaftsvertreter/innen trafen sich am 6./7. Oktober 2011 rund 60 Vertreter/innen der FLAI, einem Zweig des italienischen Gewerkschaftsbundes CGIL, aus ganz Italien mit zwei NGG-Vertretern in Bologna, um die aktuelle Situation in der Fleischindustrie zu diskutieren. Ähnlich wie in anderen europäischen Schlachtindustrien gehen in Italien Arbeitsplätze verloren, weil in Deutschland mit Dumpinglöhnen in Werkverträgen Wettbewerbsvorteile erzielt werden.

 

Daria Cibrario von der EFFAT (www.effat.org), der europäischen Föderation der Lebensmittelgewerkschaften, stellte das Programm gegen Sozialdumping in der europäischen Lebensmittelindustrie vor und stieß auf ungeteilte Zustimmung. NGG-Referatsleiter Bernd Maiweg und Hubert Höing, Mitglied des Westfleisch-Gesamtbetriebsrates, schilderten die inakzeptable Situation in Deutschland mit Löhnen deutlich unter dem von NGG geforderten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Die italienischen ArbeitnehmervertreterInnen konnten hierüber nur die Köpfe schütteln: Dies sei in Italien nicht vorstellbar.

 

Weitere Gespräche und das weitere Vorgehen werden von der EFFAT koordiniert.  

Info auf Anfrage: hv.ernaehrung@ngg.net

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