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Burger King behindert Betriebsratswahlen

Burger King ist mit seinen mehr als 600 Restaurants und ca. 28.000 Beschäftigten Deutschlands zweitgrößte Fast-Food-Kette. Bundesweit existierten bis Ende 2007 nur wenige Betriebsräte.

Seither wurden in Ludwigsburg, Frankfurt/Main, Augsburg, Ludwigshafen, Sinsheim, Heilbronn, Stuttgart und Köln insgesamt zwölf neue Betriebsräte gewählt. In weiteren Städten laufen ebenfalls Vorbereitungen für Betriebsratswahlen.

Alle Betriebsratswahlen, mit Ausnahme der beiden Wahlen in Frankfurt, hat Burger King angefochten. Außerdem geht Burger King gegen einzelne Beschäftigte vor. So wurden in Augsburg und Stuttgart Mitglieder des Wahlvorstandes und des gewählten Betriebsrates fristlos gekündigt. Gleichzeitig ergingen Hausverbote, so dass der Eindruck entsteht, dass Burger King gezielt Betriebsratsgründungen verhindern will.

Seit April 2008 eskaliert die Situation bei den Betriebsratswahlen in München. Auf der Betriebsversammlung zur Wahl des Wahlvorstandes, die für das komplette Stadtgebiet inklusive der Hauptverwaltung abgehalten wurde, ist ein dreiköpfiger Wahlvorstand mit deutlicher Mehrheit gewählt worden. Im Anschluss an die Versammlung wurde bekannt, dass Burger King die Versammlung mittels einer im Restaurant installierten Videokamera aufgezeichnet hat. Dies stellt einen eindeutigen Rechtsbruch dar, da Betriebsversammlungen nicht aufgezeichnet werden dürfen.

Auch in München wurden zwei Wahlvorstände fristlos gekündigt. Darüber hinaus hat Burger King versucht, die Betriebsratswahl per Einstweiliger Verfügung stoppen zu lassen: bislang erfolglos!

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