Das Gelsenkirchener „Institut für Arbeit und Technik“ (IAT) hat in einer wissenschaftlichen Untersuchung zum Arbeitsmarkt im Hotelgewerbe alarmierende Tendenzen festgestellt. Danach arbeiten dort rund 23 Prozent aller Beschäftigten in geringfügiger Beschäftigung, während auch im Jahre 2005 Vollzeitarbeitsplätze abgebaut wurden (-3,8 Prozent).
Der tief greifende Strukturwandel der Branche hin zur Standardisierung der Produkte, Internationalisierung und Marktkonzentration verschärft den Rationalisierungsdruck auf die Beschäftigten. Besonders die Arbeitsplätze in der Zimmerreinigung sind bedroht, auch von Ausgliederung an fremde Reinigungsfirmen. Dies hat eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung zur Folge. Ein gesetzlicher Mindestlohn, wie ihn NGG seit Jahren fordert, könnte hier für eine Absicherung nach unten sorgen.
IAT-Studie "Platzverweis für Zimmermädchen"