Brauwirtschaft
Anhaltender Strukturwandel
2007 war für die Brauwirtschaft weiterhin ein Jahr des ausgeprägten Strukturwandels. Kooperationen, weitere Übernahmen von Brauunternehmen insbesondere aus dem mittleren Segment sowie auch Übernahmen von Unternehmen aus dem Getränkehandel und vielfältige Produktneueinführungen mit teilweise kurzen Produktlebenszyklen prägten das Bild.
Der Umsatz nahm in 2007 leicht um 1,3 Prozent zu und stieg auf 7,6 Milliarden Euro. Der Umsatzanteil am Ernährungsgewerbe lag bei knapp sechs Prozent. Im Ernährungsgewerbe dagegen stieg der Umsatz um 6,7 Prozent.
Anhaltende Überkapazitäten in der Branche, weiter abnehmender Pro-Kopf-Verbrauch (abnehmende Biertrinkergeneration), die Einführung von PET-Gebinden und weiter anhaltender Preisdruck vom Lebensmitteleinzelhandel bleiben die wesentlichen Ursachen für den anhaltenden Strukturwandel in der Brauwirtschaft. Die teilweise in 2007 und im 1. Halbjahr 2008 durchgesetzten Preisanhebungen bildeten einen gewissen Ausgleich für die Rohstoffpreissteigerungen.
Die Billigbrauer sind die einzigen, die in dem schrumpfenden Markt Zuwächse auf Kosten der Mitkonkurrenten erlangen.
Beschäftigtenzahl schrumpft
Die Beschäftigtenzahl war weiter rückläufig. Sie sank um 3,1 Prozent auf 25.725 ab. Im Ernährungsgewerbe war ein Rückgang von 0,4 Prozent zu verzeichnen. Bei den Beschäftigtenzahlen ist zu beachten, dass sie nicht in Vollzeitkräfte umgerechnet werden. Das Statistische Bundesamt (StBA) erfasst seit 2007 alle Beschäftigten der Betriebe von Unternehmen ab 50 Beschäftigte.
Biermischgetränke konnten innerhalb von fünf Jahren ihr Mengenvolumen von 1,2 Millionen Hektolitern in 1998 auf gut 2,7 Millionen Hektoliter in 2003 steigern. Allerdings ist dies nur ein Anteil von drei Prozent am gesamten Bierausstoß. In 2006 war ein weiterer Anstieg von 17,7 Prozent auf 3,5 Millionen Hektoliter zu verzeichnen. Der Trend zu Biermixgetränken blieb auch in 2007 ungebrochen. Im Vergleich zu 2006 konnte der Absatz um 5,9 Prozent gesteigert werden (Absatzentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel [LEH] und in den Getränkeabholmärkten [GAM]).