Getränkeindustrie (AfG)
Umsatz seit langem rückläufig
2009 war für die gesamte Branche kein zufriedenstellendes Jahr, wobei Sondereinflüsse fehlten und ein richtiger Sommer sich nicht einstellte. Der anhaltende Konsolidierungsprozess und der Strukturwandel prägten weiterhin das Bild der Branche. Der Umsatz nahm um 0,9 Prozent auf 6,4 Mrd. EUR ab. Die Branche trägt knapp 5 Prozent zum Umsatz des Ernährungsgewerbes bei. Im ersten Halbjahr 2010 nahm der Umsatz weiter ab und zwar um 3,8 Prozent.
Probleme bereiten für die Hersteller vor allem die zunehmende Vermarktung durch die Discounter und die steigenden Energiekosten. Auch andere Vertriebsschienen des Einzelhandels, die Wässer immer stärker als Aktionsware anbieten, verstärken den Preisdruck gegenüber den Herstellern. „Für die überregionalen Hersteller wird die Luft dünner. Ein massives Brunnensterben ist zu befürchten.“ (LZ 14, 3. April 2009)
Des Weiteren war zu beobachten, dass Getränkeabholmärkte als wichtiger Absatzmarkt für kleine und mittelgroße Brunnen weg brechen oder von Brauereien übernommen werden.
Ein Plus für die Getränkeindustrie: Alles deutet darauf hin, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an alkoholfreien Getränken noch nicht gesättigt ist. Dies hängt auch mit dem Trend zu gesunder Ernährung zusammen. Entsprechend waren besondere Gewinner der letzten Jahre kalorienarme Getränke wie Mineralwasserschorlen, Wässer mit Zusätzen und Wellnessgetränke.
Beschäftigtenzahl schrumpft
Die Zahl der Beschäftigten nahm im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent auf 23.181 ab. Im ersten Halbjahr 2010 wurde ein kleiner Zuwachs von 0,3 Prozent erreicht. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Beschäftigtenzahl nicht in Vollzeitbeschäftigte umgerechnet wird. Im Ernährungsgewerbe wurde in 2009 ein Zuwachs von 0,9 Prozent und im ersten Halbjahr 2010 1,4 Prozent erreicht.