Getränkeindustrie (AfG)

Branchenbericht 2007

Seit langem Umsatz rückläufig


2007 war für die gesamte Branche der Hersteller von alkoholfreien Getränken ein durchwachsenes Jahr. Ein richtiger Sommer stellte sich nicht ein, und der Sondereinfluss in 2006 durch die Fußballweltmeisterschaft fehlte. Des Weiteren prägten der anhaltende Konsolidierungsprozess und der Strukturwandel das Bild der Branche. Mit einem Umsatzminus von 3,9 Prozent konnte sich die starke Umsatzentwicklung des Vorjahres nicht fortsetzen. Der Umsatz der Mineralbrunnenbranche und der Hersteller von Erfrischungsgetränken fiel auf sechs Milliarden Euro.


Probleme bereiten den Herstellern vor allem die zunehmende Vermarktung durch die Discounter und die steigenden Energiekosten. Auch andere Vertriebsschienen des Einzelhandels, die Wässer immer stärker als Aktionsware anbieten, verstärken den Preisdruck gegenüber den Herstellern.


Des Weiteren war zu beobachten, dass Getränkeabholmärkte als wichtiger Absatzmarkt für kleine und mittelgroße Brunnen wegbrechen oder von Brauereien übernommen werden. Auch in 2008 wird aller Voraussicht nach diese Entwicklung nicht einfacher.


Ein Plus für die Getränkeindustrie: Alles deutet darauf hin, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an alkoholfreien Getränken noch nicht gesättigt ist. Dies hängt auch mit dem Trend zu gesunder Ernährung zusammen. Entsprechend waren besondere Gewinner der letzten Jahre kalorienarme Getränke wie Mineralwasserschorlen, Wässer mit Zusätzen und Wellnessgetränke.

Umsatz instabil


Die Umsatzentwicklung in der Getränkeindustrie ist stark saison- und witterungsabhängig. Die Jahresvergleiche von 1995 an belegen dies. Ein Höhepunkt wurde 2002 mit 6,5 Milliarden Euro Umsatz erreicht. Dieser Rekord wurde 2007 nicht erreicht. Ein Vergleich mit 2006 ist wegen der Fußballweltmeisterschaft und des heißen Sommers nicht passend.

Beschäftigung weitgehend stabil


Die Zahl der Beschäftigten ging um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 22.708 zurück. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Beschäftigtenzahl nicht in Vollzeitbeschäftigte umgerechnet wird. Im Ernährungsgewerbe nahm die Beschäftigtenzahl um 0,4 Prozent ab.

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