2. Coca-Cola-Weltkonferenz:

Lokale Probleme sind vielfach globale Probleme

Franz-Josef Möllenberg begrüßt die Teilnehmenden der Coca-Cola-Weltkonferenz.

90 Delegierte aus fünf Kontinenten konnte Franz Josef Möllenberg, IUL-Vizepräsident und NGG-Vorsitzender (Foto re.), zur 2. Weltkonferenz der Coca-Cola-Gewerkschaften im Bildungszentrum Oberjosbach (BZO, nahe Frankfurt) willkommen heißen. Möllenberg ging in seiner Begrüßung am 22. Mai 2008 auf vorangegangene Konflikte ein und forderte von der Coca-Cola Company die aktive Sicherstellung der Gewerkschafts- und Menschenrechte im Coca-Cola-System.

Um Glaubwürdigkeit herzustellen, solle die CC Company schnellstens mit der IUL, der Internationalen Union der Lebensmittelgewerkschaften, einen entsprechenden Vertrag abschließen. Zurzeit seien die Company und die IUL, so deren Präsident Ron Oswald, hierüber in Gesprächen. In diesen so genannten Atlanta Prozess sei auch der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der CCE AG, Johan Botella, eingebunden. Der Vertrag, so ein Teilnehmer, sei auch ein aktiver Schutz für die Marke Coca-Cola, denn jede lokale Gewerkschaftsrechtsverletzung sei auch ein Anschlag der lokalen Arbeitgeber auf die Marke.

Im weiteren Verlauf der zweitägigen Konferenz mussten die Teilnehmenden feststellen, dass lokale Probleme vielfach globale Probleme sind. Kontinentübergreifend wurden die prekären Arbeitsverhältnisse im Coca-Cola-System angesprochen: Werkverträge, Leiharbeit, Zeitarbeit gibt es in Deutschland genauso wie zum Beispiel in Pakistan, Russland, Südafrika und anderswo. Gegen diese Übel bei Coca-Cola wollen die Arbeitnehmervertretungen, koordiniert von der IUL, weltweit vorgehen.

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