Deutsches Milchkontor (DMK)
Der Standort Strückhausen ist von Schließung bedroht. Foto: DMK
Nachdem der Milchverarbeiter Deutsches Milchkontor (DMK) am 26. Oktober 2011 bekannt gegeben hat, die Werke in Magdeburg, Strückhausen (Kreis Wesermarsch) und Schleswig schließen zu wollen, hat die NGG Widerstand angekündigt.
9. Juni 2011: Warnstreik beim Deutschen Milchkontor, Werk Erfurt. Soli-Besuche gab es auch aus anderen DMK-Standorten.
Im Werk Erfurt legten am 9. Juni 2011 ca. 120 Molkereibeschäftigte des neu gegründeten Deutschen Milchkontors (DMK, ehemals Humana und Nordmilch) für mehrere Stunden die Arbeit nieder. Ziel der NGG bei den Tarifverhandlungen ist es, endlich eine weitere Angleichung an die Bezahlung in den westlichen Bundesländern zu erreichen.
Milchwerk Elsterwerda ist gerettet
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (r.) sprach von einem „guten Tag für die Region. Möglich war dies nur, weil viele an einem Strang gezogen haben.“
Erleichterung auf der Betriebsversammlung am 20. Oktober. 333 Arbeitsplätze sind erst einmal gerettet. Die Odenwald-Früchte GmbH aus Breuberg (Hessen) übernimmt das von der Schließung bedrohte Campina-Milchwerk in Elsterwerda, hat Odenwald-Chef Till Alvermann angekündigt. NGG-Gewerkschaftssekretär Ingolf Fechner: „Der Investor hat dem Milchwerk, das als einer der modernsten Betriebe seiner Art in Deutschland gilt, eine Perspektive aufgezeigt und Investitionen bis 2014 zugesagt. Möglich war dies durch die Unterstützung der ganzen Region seit Anfang des Jahres und vor allem auch der Landesregierung und den persönlichen Einsatz von Ministerpräsident Matthias Platzeck.“
Warnstreiks in der Milchindustrie NRW
Warnstreik bei Satro (Campina Friesland) in Lippstadt
Am Morgen des 29. April 2010 legten rund 800 Beschäftigte in sieben Betrieben der nordrhein-westfälischen Milchindustrie für mehrere Stunden die Arbeit nieder, um ihren Entgeltforderungen Nachdruck zu verleihen.