Umsatz brach in 2009 ein
2009 war umsatzmäßig für die Milchverarbeitung ein schlechtes Jahr. Der Umsatz im Wirtschaftszweig Milchverarbeitung (ohne Herstellung von Speiseeis) brach um 15,1 Prozent auf 18,7 Mrd. EUR ein. Die Milchverarbeitungsbranche trägt damit rd. 14 Prozent zum Umsatz des Ernährungsgewerbes bei. Im Ernährungsgewerbe dagegen nahm der Umsatz nur um 4,2 Prozent ab. Im ersten Halbjahr 2010 wurde in der Milchverarbeitung wieder ein Umsatzwachstum von 5,6 Prozent und im Export von 8,9 Prozent verzeichnet.
Der Milchmarkt befand sich in 2009 nicht nur in Deutschland sondern europaweit/weltweit in einer schwachen Wirtschaftslage. Ursache dafür war im Wesentlichen der weltweite konjunkturelle Einbruch und der damit zusammenhängende Nachfragerückgang.
Die strukturellen Probleme dieser Branche sind noch nicht abgearbeitet. Überkapazitäten bei starkem Wettbewerbsdruck treiben den Konzentrationsprozess an. Der durchschnittliche Milchauszahlungspreis nahm in 2008 vorübergehend zu aber fiel im Laufe des Jahres wieder deutlich zurück. Butter, Milch und verschiedene Frischmilchprodukte zogen im Preis besonders an, insbesondere bei Milch und Butter wurden die höheren Preise Ende des Jahres wieder zurückgenommen, da diese Produkte beliebte Lockvogelangebote des LEH darstellen.
Beschäftigtenzahl stagniert
Die Beschäftigtenzahl stagnierte nahezu in 2009 bei 29.352. Im ersten Halbjahr 2010 nahm die Beschäftigtenzahl um 0,3 Prozent zu. Im Ernährungsgewerbe stieg die Beschäftigtenzahl in 2009 um 0,9 Prozent und im ersten Halbjahr 2010 um 1,4 Prozent. Diese Zahlen sind nicht auf Vollzeitkräfte umgerechnet.