Süßwarenindustrie
Wettbewerbs- und Preisdruck halten an
2006 war für die Süßwarenbranche kein erfolgreiches Jahr. Überkapazitäten und Preisdruck leisten dieser Entwicklung Vorschub. Fusionen, Betriebsschließungen und Betriebsverlagerungen sind in der (noch) stark mittelständisch geprägten Branche noch nicht beendet.
Wachstumsimpulse wurden durch Produktinnovationen z.B. kompakte Bitterschokolade mit einem hohen Kakaoanteil, neue Produkte mit gesundheitlichem Zusatznutzen (Multivitamin-Anreicherung) sowie zuckerfreie und fettreduzierte Varianten und durch weiterhin hohe Werbeaufwendungen ausgelöst.
Der Süßwarenmarkt unterteilt sich immer mehr in ein Billig- und ein Premiumsegment. Im Niedrigpreissegment (vorrangig Discounter) nimmt der Preiswettbewerb weiter zu. Das hochpreisige Segment zeichnet sich durch Produktinnovationen, hochwertige Erzeugnisse (Qualität) und gute Margen aus.
Umsatz sinkt
Der Umsatz sank in 2006 um 5,3 Prozent auf 12,8 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Ernährungsgewerbe, dort stieg der Umsatz um 3,5 Prozent, entwickelte sich die Süßwarenbranche unterproportional.
Mit 22,6 % Exportanteil am gesamten Umsatz in 2006 (Ernährungsgewerbe mit 15,7 %, plus 6,1 % zum Vorjahr) stieg der Export um etwa 20 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichte das bisher höchste Niveau (niedriges Preissegment nach Ost- und Mitteleuropa, höherpreisige Produkte in die EU und Nordamerika).
Beschäftigtenzahl rückläufig
Die Zahl der Beschäftigten sank in 2006 leicht um 0,3 Prozent auf 54.427. Im Ernährungsgewerbe war ein leichter Zuwachs von 0,3 % zu verzeichnen.
Der Umsatz pro Beschäftigungsstunde reduziere sich in 2006 um 4,3 Prozent auf 152 EUR. Eine Einflusskomponente für diesen Rückgang bildet der um 5,3 Prozent gesunkene Umsatz.