Unilever:

Protesttag in Rotterdam

Unilever-Protesttag in Rotterdam

Unilever verfolgt hartnäckig das Ziel, möglichst viel Gewinn zu machen und den Aktienkurs in die Höhe zu treiben. Deshalb sollen weltweit 20.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, davon bis zu 12.000 in Europa. Außerdem gibt es den ehrgeizigen Plan, in Deutschland 15 Millionen Euro an Personalkosten einzusparen.


Das Ziel von etlichen Hundert Unilever-Beschäftigten aus ganz Europa am 4. Dezember war Rotterdam: Allein aus den Unilever-Standorten in Deutschland waren mehr als 200 ArbeitnehmervertreterInnen in die Stadt der Unilever-Zentrale gereist. Organisiert wurde der Protesttag durch den Europäischen Betriebsrat Unilever sowie die Gewerkschaften aus dem Ernährungssektor unter dem Dach der EFFAT, der europäischen Föderation der Lebensmittelgewerkschaften, und durch die Gewerkschaften der Chemiebranche (EMCEV).


Hauptredner Franz-Josef Möllenberg, NGG-Vorsitzender, verdeutlichte, warum es die zentrale Demonstration in Rotterdam gab: „Dort, wo das Soziale verloren geht, verkommt Unternehmenskultur zur Unkultur. Die nationalen Unternehmensleitungen sind nicht mehr handlungsfähig. Entscheidungen werden nicht mehr vor Ort getroffen. So wird die Produktion europaweit aus der Schweiz gesteuert und die strategischen Entscheidungen werden in Rotterdam getroffen.“ Neben anderen Zielen ging es den Beteiligten in Rotterdam vor allem darum, „eine klare Perspektive für Europa“ zu erhalten.

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