Zuckerindustrie
Zuckerindustrie weiter auf Anpassungskurs
Trotz Konjunkturkrise und Strukturanpassung in 2009 hat die Zuckerindustrie sich relativ gut behauptet. Der Umsatz nahm leicht um 0,6 Prozent auf 2,7 Mrd. EUR ab. Im Ernährungsgewerbe schrumpfte der Umsatz um 4,2 Prozent. Im ersten Halbjahr 2010 ging der Umsatz in der Zuckerindustrie um 8,6 Prozent zurück, dagegen im Ernährungsgewerbe konnte ein kleiner Zuwachs von 0,3 Prozent erreicht werden.
Im Zuge des Umstrukturierungsplans 2006 - 2009 für die Europäische Zuckerindustrie wurden die Quoten um 5,8 Mio. Tonnen verringert; damit ist das ursprüngliche Ziel von 6 Mio. Tonnen beinahe erreicht. Am Ende dieses vierjährigen Prozesses wurde als ein Kernbestandteil der Reform die EU-Quote für Zucker und Isoglukose auf 14 Mio. Tonnen (davon 13,3 Mio. Tonnen für Zucker) reduziert. Die Zuckerherstellung in der EU konzentriert sich jetzt in 18 Mitgliedstaaten (gegenüber 23 Mitgliedstaaten vor der Reform), in denen günstige Anbaubedingungen herrschen; dabei kommen fast 70 Prozent der Erzeugung aus den sieben Mitgliedstaaten mit den höchsten Zuckererträgen.
Die deutsche Zuckerindustrie reagierte schon seit einiger Zeit auf diese Herausforderungen: Produkt- und Prozessinnovationen sowie Unternehmenszusammenschlüsse stehen im Fokus.
Beschäftigtenentwicklung weiterhin rückläufig
In 2009 sank die Beschäftigtenzahl um 1,2 Prozent auf 4.491 ab. Im ersten Halbjahr 2010 schrumpfte die Beschäftigtenzahl um 8,4 Prozent. Die Beschäftigtenzahl ist nicht in Vollzeitkräfte umgerechnet.