Lebensmittel und Politik

Whistleblower wirksam schützen

Foodwatch startet "Online-Pranger"

Grafik: www.foodwatch.de

15.01.2019

Mit Blick auf das in dieser Woche von foodwatch und FragDenStaat vorgestellte Online-Portal „Topf Secret“ hat der Vorsitzende der Gewerkschaft NGG, Guido Zeitler, appelliert, Beschäftigte, die gegenüber Behörden auf Missstände in ihrem Betrieb aufmerksam machen, endlich wirksam zu schützen.

 „Gesundheitsgefährdende Hygienemissstände werden zuerst von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Betrieb vor Ort entdeckt. Wenn ihr Arbeitgeber nicht willens ist, diese Missstände abzustellen, wollen viele Beschäftigte die zuständigen Behörden informieren, trauen sich aber nicht, weil die Folgen für sie unkalkulierbar sind. Nicht selten drohen ihnen Repressalien ihrer Arbeitgeber. Den wirksamen Schutz von Whistleblowern endlich gesetzlich zu verankern und die Zahl der behördlichen Kontrollen deutlich zu erhöhen, scheint mir das geeignetere Mittel zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher als ein Online-Pranger.  

Probleme treten auf, wo am Personal gespart wird

Unserer Erfahrung nach treten Hygieneprobleme dort auf, wo übermäßig am Personal gespart wird und die Beschäftigten unter einem besonders hohen Druck stehen. Beschäftigte, die ihre Kunden und Gäste willentlich gefährden wollen, gibt es nicht.

Kritisch sieht der NGG-Vorsitzende auch, dass die Nutzerinnen und Nutzer von „Topf Secret“ aufgefordert sind, die ihnen von Behörden erteilten Informationen online zu veröffentlichen: „Im Internet als Hygienesünder gebrandmarkt zu werden, kann die Existenz des Betriebes und der Arbeitsplätze bedrohen. Ob die Bekanntmachung von Hygieneverstößen in der breiten Öffentlichkeit angemessen ist, oder sogar zu ungerechtfertigter Panik bei Kunden und Bürgern führt, sollten gut ausgebildete Fachleute für jeden Einzelfall genau prüfen. Diese Verantwortung einfach den Usern einer Online-Plattform zu übertragen, wäre falsch.“  

 

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