Vor dem Start der Grünen Woche in Berlin: Forderungskatalog der NGG

Möllenberg: Schluss mit „Geiz ist geil“ bei Lebensmitteln

Berlin – 8. Januar 2005
Vor Beginn der Grünen Woche hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), mit Nachdruck auf den Zusammenhang von sich häufenden Fleischskandalen, mangelnder Transparenz und Kontrolle sowie unzureichender sozialer Sicherung und Qualifikation der Beschäftigten in der Fleischwirtschaft verwiesen. „Illegale Praktiken und Verstöße gegen das Lebensmittelrecht und den Verbraucherschutz dürfen nicht als Einzelfälle bagatellisiert werden. Bei der Produktion von Lebensmitteln muss die ‚Geiz-ist-geil-Mentalität‘ – sowohl bei den Preisen, aber auch bei den Löhnen und der Qualifizierung – endlich ein Ende finden. Die Unzulänglichkeiten des Kontrollsystems Eigenkontrolle – amtliche Kontrolle – Verbraucherkontrolle müssen schnellstmöglich beseitigt werden“, hat Möllenberg am Sonntag erklärt.

Zur Beseitigung der Defizite sei ein tarifvertraglich abgesichertes Konzept für die Qualifizierung der Beschäftigten notwendig, so der NGG-Vorsitzende. Gesetzliche Grundlagen seien zu schaffen, dass Hinweisgeber („Whistleblower“) einen besonderen rechtlichen Schutz erhielten. Notwendig sei es auch, den Herkunftsort zu kennzeichnen. „Landwirtschaftsminister Seehofer sollte schnellstmöglich unter Beweis stellen, dass er den Verbraucherschutz ernst nimmt und ein Verbraucherinformationsgesetz auf den Weg bringen, das seinen Namen verdient hat.“

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