Rosenberger fordert Ausbildungsabgabe

Oldenburg – 10. Februar 2006

Scharf kritisiert hat die stellvertretende NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger auf einer Veranstaltung ihrer Organisation in Oldenburg, dass die Zahl der Ausbildungsplätze weiter abnehme. 2005 hätten so wenig Betriebe wie noch nie Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dies sei die schlechteste Ausbildungsbilanz der vergangenen zehn Jahre.

„Es ist unerträglich, dass es immer mehr Unternehmen gibt, die vor ihrer Verantwortung für die jungen Menschen in unserem Land flüchten. Unsere Geduld ist zu Ende. Wir werden weiter laut und deutlich eine Ausbildungsabgabe fordern. Wer nicht ausbildet, muss zahlen.“

Nun schon im zweiten Jahr habe sich gezeigt, dass der freiwillige Pakt von Bundesregierung und Wirtschaft nicht gehalten habe, was großspurig versprochen wurde und an den Widerständen großer Unternehmen gescheitert sei. „Wir lehnen eine Beteiligung am Ausbildungspakt weiter ab“, so Michaela Rosenberger.

„Auf der anderen Seite der Alterspyramide werde die Situation mit der geplanten Heraufsetzung des Rentenalters auf 67 Jahre auch immer skandalöser. Diese verkappte Rentenkürzung trifft vor allem Frauen gleich doppelt: Zum einen arbeiten sie oft zu Niedriglöhnen und haben deshalb eine geringe Altersrente zu erwarten, zum anderen erreichen sie aufgrund ihrer Erwerbsbiografie in den wenigsten Fällen 45 Versicherungsjahre, um das Angebot der abschlagsfreien Rente mit 65 Jahren nutzen zu können.“ Dingend notwendig sei der erleichterte Zugang in die Erwerbsminderungsrente ohne Abschläge, forderte die stellvertretende NGG-Vorsitzende.

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