Rosenberger fordert Vorfahrt für die Gleichstellung
Internationaler Frauentag
Hamburg – 8. März 2006
„Wir wollen gleiche Rechte, Chancen und Bedingungen für Frauen. Das gilt nicht nur für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern insbesondere auch für die Ausbildung und berufliche Entwicklung junger Frauen“, erklärte Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), anlässlich des 96. Internationalen Frauentages. Unter dem Motto „Gleich gestellt, doppelt stark!“ treten Gewerkschaftsfrauen in Deutschland gegen die Benachteiligung von Frauen ein.
Frauen, so Rosenberger, ließen sich heute nicht mehr einfach vom Arbeitsmarkt verdrängen, wenn die Arbeitslosigkeit steige. Wie Männer wollen sie einen Beruf, der ihrer Ausbildung entspreche, ihnen Freude mache und ihnen finanzielle Unabhängigkeit gebe. Doch ausgerechnet die am besten ausgebildete Frauengeneration aller Zeiten stoße immer noch auf große Schwierigkeiten. Die Chancengleichheit der Geschlechter sei gerade in der Arbeitswelt längst noch nicht durchgesetzt. Rosenberger: „Es ist erschreckend, wie schnell auch heute noch gut ausgebildete junge Frauen in die buchstäbliche Frauenfalle geraten, denn nach wie vor sind die Frauenverdienste im Schnitt um 25 Prozent niedriger als die der Männer – auch bei vergleichbaren Tätigkeiten. Hinzu kommen eingeschränkte Karriere- und Weiterbildungschancen. Deshalb fordern die Gewerkschaften: Vorfahrt für die Gleichstellung - auch in der privaten Wirtschaft!“