Deutsche Brauer fordern Arbeitsplatzgarantien

InBev: Europäischer Aktionstag in Leuven (Belgien) am 28. März 2006

Hamburg – 27. März 2006
Am Europäischen InBev-Aktionstag werden sich 250 Beschäftigte aus deutschen InBev-Brauereien (u.a. Bremen, Hannover, Hasseröde, Stuttgart) beteiligen und in Leuven (Belgien) gegen die Restrukturierungspläne der nach Umsätzen größten Brauerei der Welt demonstrieren. „InBev habe stets betont, auf lokale Marken zu setzen. Tatsächlich werden traditionsreiche Brauereistandorte wie das Hofbrauhaus Wolter in Braunschweig zerschlagen und Arbeitsplätze vernichtet“, hat der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Gunold Fischer am Vortag der Aktionen erklärt.

„Die Gewerkschaften und die Europäischen Betriebsräte haben genug von europaweit immer neuen Ankündungen zur Restrukturierung und damit der Vernichtung von Arbeitsplätzen, ohne dass klar ist, wohin das Unternehmen steuert“, so der NGG-Vize.

Folgende Forderungen richten die Demonstranten des Europäischen Aktionstages an das zentrale Management von InBev in Leuven:

  • echte Arbeitsplatzgarantien in ganz Europa, 
  • Zusicherung von Mindeststandards bei Restrukturierung, 
  • Veröffentlichung der Unternehmenspläne für die nächsten drei Jahre.

„Ohne eine vernünftige Markenpolitik und die Sicherung von traditionsreichen Brauereistandorten wird InBev einen nachhaltigen Schaden in der deutschen Brauwirtschaft und Bierkultur anrichten. Auch andere Marken könnten in diesen Strudel hineingezogen werden“, so die Befürchtungen von Gunold Fischer.


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