Frankfurt/M. - 1. April 2006
Die zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Coca Cola Erfrischungsgetränke AG (CCE AG) und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) endete am späten Freitagabend in der Nähe von Frankfurt/M. ohne Ergebnis. Vor dem Hintergrund der geplanten Veränderungen bei der CCE AG, dem deutschen Hersteller von Coca Cola, hatte die Gewerkschaft NGG neben einer Entgelterhöhung tarifvertragliche Lösungen zum Erhalt der Arbeitsplätze gefordert.
Zu befürchten sei der Verlust von bis zu 3.000 der insgesamt 9.000 Arbeitsplätze, hat Gunold Fischer, Verhandlungsführer und stellvertretender NGG-Vorsitzender, erklärt. "Coca Cola nimmt die Sorgen der Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze nicht ernst. In den Belegschaften gärt es. Aber offensichtlich ist diese Botschaft beim Management noch nicht angekommen." Bisher hätten die Beschäftigten ihren Unmut nur mit zahlreichen Protestschreiben bekundet. "Wenn Coca Cola, einer der Hauptsponsoren der Fußball-Weltmeisterschaft, sich nicht bewegt, wird es dabei nicht bleiben."
Fischer schloss Auswirkungen auf die Versorgung mit Produkten der CCE AG bei der Fußball-WM nicht aus, wenn bei der nächsten Verhandlungsrunde am 27. April 2006 kein Ergebnis erzielt werde.