Warnstreiks bei Coca-Cola werden fortgesetzt

Hamburg - 21. April 2006
Heute morgen sind die Beschäftigten der Coca-Cola-Niederlassung Radeberg, Sachsen, dem Aufruf der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gefolgt und in einen knapp zweistündigen Warnstreik getreten. In den Tagen zuvor war bereits bundesweit an nahezu allen Coca-Cola-Standorten „gewarnstreikt“ worden.

Die Belegschaften unterstützen damit die Forderung nach einem Tarifvertrag zur Absicherung der Beschäftigung sowie Entgelterhöhungen bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke (CCE) AG und deren Tochtergesellschaften. Hintergrund sind Befürchtungen der NGG, dass die geplanten Veränderungen bei der CCE AG, dem größten deutschen Hersteller von Coca-Cola, den Abbau von bis zu 3.000 der insgesamt rund 9.000 Beschäftigten in Deutschland zur Folge haben werden.

Gunold Fischer, Verhandlungsführer und stellvertretender NGG-Vorsitzender:
„Coca-Cola nimmt die Sorgen der Beschäftigten nicht ernst. Die Warnstreiks sollen der CCE AG zeigen, dass es den Beschäftigten sehr wohl ernst ist mit ihren Forderungen.“ Coca-Cola sei einer der Hauptsponsoren der Fußball-WM 2006 in Deutschland: Auswirkungen auf die Versorgung mit Coca-Cola-Produkten bei der WM seien nicht ausgeschlossen, wenn bei der nächsten Verhandlungsrunde am 27. April 2006 kein Ergebnis erzielt werde.

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