Gewerkschaft NGG zeigt Coca-Cola die „rote Karte“
Hamburg - 26. April 2006
„So wie heute morgen in Ziesendorf und Trollenhagen haben die Beschäftigten in den vergangenen zwei Wochen an insgesamt 55 Coca-Cola-Standorten mit Warnstreiks ein eindrucksvolles Zeichen der Entschlossenheit gesetzt“, erklärte Gunold Fischer, Verhandlungsführer und stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), einen Tag vor Fortsetzung der Tarifverhandlungen in Berlin.
NGG fordere von der Coca-Cola Erfrischungsgetränke (CCE):
eine Entgelterhöhung von fünf Prozent für alle Beschäftigten,
die Absicherung der Beschäftigung bei der CCE AG und deren Tochtergesellschaften in den kommenden Jahren,
den Abschluss eines flächendeckenden Altersteilzeit-Tarifvertrages,
einheitliche Vereinbarungen zur Arbeitszeit, soweit noch nicht im „Unternehmenstarifvertrag (UTV) Arbeitszeitkonten Vertrieb“ geregelt.
Fischer: „Coca-Cola ist einer der Hauptsponsoren der Fußball-WM 2006 in Deutschland. Wenn bei der morgen beginnenden Verhandlungsrunde kein Ergebnis erzielt wird, müssen wir der CCE AG die ‚rote Karte‘ zeigen. Das heißt: Auswirkungen auf die Versorgung mit Coca-Cola-Produkten während der WM sind nicht ausgeschlossen.“