Möllenberg: Globalisierung darf nicht mit Rücksichtslosigkeit einhergehen

Braunschweig – 27. April 2006
„Globalisierung darf nicht mit Rücksichtslosigkeit einhergehen. Unternehmen müssen nicht nur die Gewinnmaximierung, sondern auch das Wohl ihrer Beschäftigten im Blick behalten: Arbeitende Menschen sind mehr als ein bloßer Kostenfaktor“, erklärte Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), am Donnerstag auf einem Empfang der Stadt Braunschweig für Arbeitnehmervertreterinnen und - vertreter.

Mit seiner Forderung spielte Möllenberg auf die Unternehmenspolitik von InBev an, des nach Umsätzen größten Brauereikonzerns der Welt. Dieser hatte Ende vergangenen Jahres völlig unerwartet das Aus des 1627 gegründeten Hofbrauhauses Wolters in Braunschweig angekündigt. Möllenberg: „Wir warnen die InBev-Gruppe. Es ist fünf vor Zwölf. Wir werden die weitere Profitsteigerung durch Vernichtung von Arbeitsplätzen, wie bereits in Belgien und Großbritannien geschehen, nicht zulassen und fordern die Unternehmensleitung auf, diesen Irrweg zu beenden. Wir bekunden nicht nur unsere Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen der Traditionsbrauerei Wolters, sondern erwarten ein Bekenntnis zur Marke und zum Standort Braunschweig.“

Am 28. März 2006, dem europäischen InBev-Aktionstag, hatten mehr als 2.000 Beschäftigte im belgischen Leuven, dem Sitz der InBev-Zentrale, gegen die Restrukturierungspläne des Konzerns demonstriert.

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