Möllenberg: Sozialstaat reformieren, nicht zerstören!

Mannheim - 26. Oktober 2006

„Die Gewerkschaften sind nicht gegen Reformen, aber sie müssen sozial gerecht sein“, so Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), am Donnerstag auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Mannheim. „Reformen müssen den Menschen dienen und dürfen nicht dazu beitragen, den Sozialstaat zu zerstören, die schon bestehende soziale Schieflage zu verstärken und Zukunftschancen zu verbauen.“ Die Pläne zur Einführung einer Rente mit 67 bezeichnete der NGG-Vorsitzende als Rentenkürzungsprogramm. Viel sinnvoller sei es, in den Unternehmen altersgerechte Arbeitsplätze zu schaffen. „Älter werden im Betrieb“ – unter diesem Motto würde die Gewerkschaft NGG gemeinsam mit der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) an Konzepten arbeiten, um beispielsweise die Potenziale und Erfahrungen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besser zu nutzen und sie zu qualifizieren.

Die Gesundheitsreform sei keine Reform, sondern eine Verlagerung der Kosten von den Arbeitgebern hin zu den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Notwendig sei indes die Senkung der Kosten. Der geplante Gesundheitsfonds hingegen sei der Einstieg in die Kopfpauschale statt der notwendigen Bürgerversicherung.

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