Möllenberg: „Mindestlohn dringender denn je“

Münster – 25. November 2006.

„Mehr als 100.000 Menschen stehen in Deutschland mit ihrem Namen für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Daran kommt die Bundesregierung nicht vorbei. Wir erwarten, dass in dem Konzept zur Reform des Niedriglohnbereichs, das Vizekanzler Müntefering für Anfang des nächsten Jahres angekündigt hat, auch ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn von zunächst 7,50 Euro verankert ist.“

Das hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), auf einer Veranstaltung seiner Organisation am Samstag in Münster erklärt. Auch die vor einigen Tagen von Infratest Sozialforschung veröffentlichte Umfrage zeige, dass inzwischen 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger der Auffassung seien, „dass die Löhne im unteren Einkommensbereich nicht den Leistungen der Arbeitnehmer entsprächen und nicht gerecht seien“. „Nur Mut, können wir Franz Müntefering nur zurufen, der bereits erklärt hat, dass er Regelungen für Mindestlöhne prüfe. Angesichts von mehr als drei Millionen Menschen, die arm sind trotz Arbeit, und angesichts dessen, dass Millionen Menschen nicht mehr unter den Schutz von Tarifverträgen fallen und zu sittenwidrigen Löhnen arbeiten müssen, brauchen wir als untere Grenze einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn“, so Möllenberg.

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