Michaela Rosenberger: Beschäftigte in der Gastronomie besser vor Passivrauchen schützen!

Hamburg – 1. Februar 2007

Ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer beim Nichtraucherschutz hat Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), heute in Hamburg gefordert. „Die Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe erwarten, dass sie besser vor dem Passivrauchen geschützt werden. Dem Gesundheitsschutz in dieser Branche, die sowieso durch körperlich schwere Arbeit gekennzeichnet ist, muss eine höhere Bedeutung zugemessen werden. Wenn es hier in der Bundesrepublik nicht bald eine Regelung gibt, sollte sich niemand über von der EU angeordnete generelle Rauchverbote beschweren.“

Bevor jedoch der Gesetzgeber die Keule der Verbote rausholt, sollten die gastronomischen Betriebe unter Beweis stellen, dass es auch mit freiwilligen Regelungen und Toleranz, mit besserer Be- und Entlüftung sowie viel mehr Angeboten für Nichtraucher gehe. So werde McDonald´s, das größte Gastronomie-Unternehmen in Deutschland, ab April bundesweit nur noch Nichtraucher-Stores betreiben. Nachdem diese Ankündigung zunächst für etwas Unruhe gesorgt hätte, erfahre das Unternehmen für diese Entscheidung derzeit große Zustimmung – nicht nur von den Beschäftigten, vor allem von Eltern, die mit ihren Kindern das Angebot von McDonald´s nutzten.

Auch die Erfahrungen in den Ländern mit Rauchverboten wie Spanien oder Italien zeigten, dass nach einer kurzen Übergangszeit die Kundenzahlen und der Umsatz gestiegen seien.

„Wenn die derzeit von den Ländern diskutierten unterschiedlichen Regelungen zu einem Flickenteppich führen, freiwillige Vereinbarungen nicht möglich werden und Appelle an die Toleranz im Rauch verpuffen, dann muss in letzter Konsequenz der Gesetzgeber handeln und die Arbeitsstättenverordnung ändern“, so Michaela Rosenberger. „Die Gesundheit der Beschäftigten und ihr Schutz vor dem Passivrauchen haben Vorrang.“

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