Oberhausen, 24. Februar 2007
„Die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre ist nichts anderes als eine Rentenkürzung, solange die Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, kaum eine Chance hat, tatsächlich länger zu arbeiten. Für viele, vor allem Frauen, droht sogar Altersarmut. Die Rente mit 67 muss gestoppt werden.“ Das hat Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), am Samstag auf einer Veranstaltung ihrer Organisation in Oberhausen gefordert.
Rosenberger erinnerte daran, dass Millionen Menschen nicht einmal das heutige Renteneintrittsalter von 65 Jahren erreichten. Mehr als die Hälfte der Betriebe hat keine Beschäftigten, die älter als 50 Jahre sind. Hinzu komme, dass Beschäftigte mit körperlich oder psychisch stark belastenden Tätigkeiten häufig schon vor dem 65. Lebensjahr faktisch erwerbsunfähig seien.
„Es gibt Alternativen“, so Rosenberger. Notwendig seien gesetzliche Regelungen für flexible Übergänge, die Erwerbsminderungsrente müsse verbessert werden. Vor allem seien die Unternehmen in der Pflicht. „Die Arbeitsbedingungen müssen gesundheits- und altersgerecht gestaltet werden. Die Arbeitgeber müssen ihre Einstellung zu älteren Beschäftigten ändern. Durch Gesundheitsprävention, Fortbildung und Teilzeitarbeit könnten sie dazu beitragen, dass die Beschäftigten länger leistungsfähig sind.“ Hierfür biete die gemeinsame Initiative der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuß und der Gewerkschaft NGG – Älter werden im Betrieb – einen guten Ansatz.