Möllenberg: „Rente mit 67, nein danke!“

Würzburg, 3. März 2007.

Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), auf der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) „Rente mit 67? Nein!“ am Samstag in Würzburg:

„Angesichts der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit ist die Erhöhung des Renteneintrittsalters ein verkapptes Rentenkürzungsprogramm. Offensichtlich blenden unsere Bundestagsabgeordneten die betriebliche Wirklichkeit aus: In weniger als der Hälfte aller deutschen Unternehmen arbeiten heute Menschen, die älter als 50 Jahre sind. Häufig sind Beschäftigte mit körperlich oder psychisch stark belastenden Tätigkeiten schon vor dem 65. Lebensjahr faktisch erwerbsunfähig. Die Mehrheit hat überhaupt nicht die Chance, tatsächlich länger zu arbeiten.

Es gibt Alternativen: Flexibler Renteneintritt nach 40 Versicherungsjahren, spätestens mit 65, Verlängerung der Altersteilzeit und eine Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen.

Aber auch die Unternehmen sind in der Pflicht: Sie müssen die Arbeitsbedingungen so gestalten, dass sie die Gesundheit älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schützen. Gesundheitsprävention, Fortbildung und Teilzeitarbeit können dazu beitragen, dass die Beschäftigten länger leistungsfähig bleiben.

Die Politik sollte die gewerkschaftlichen Vorschläge endlich ernst nehmen, statt Rentenklau zu betreiben!“

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