Möllenberg: „Existenzsichernden Mindestlohn nicht auf die lange Bank schieben“

Bernau – 17. März 2007.

Die Forderung nach einem branchenübergreifenden gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), auf einem Forum der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA) am Samstag in Bernau bekräftigt. „In den ostdeutschen Bundesländern arbeitet fast die Hälfte der Beschäftigten nicht mehr unter dem Schutz eines Tarifvertrages. Es ist ein Skandal, dass die Brandenburger Arbeitgeber im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Bäcker- und im Fleischerhandwerk seit Jahren Tarifverhandlungen verweigern. Hier kann nur ein gesetzlicher Mindestlohn Abhilfe schaffen, damit dem Fall der Löhne eine untere Grenze gesetzt wird. Wer arbeitet, muss auch davon leben können. Das ist mit Stundenlöhnen von vier bis fünf Euro jedoch nicht möglich.“

Möllenberg hat die Bundesregierung aufgefordert, endlich einen Vorschlag zur Neuordnung des Niedriglohnsektors auf den Tisch zu legen und einen existenzsichernden Mindestlohn nicht auf die lange Bank zu schieben. Nach einer jüngsten Forsa-Umfrage befürworteten bereits 72 Prozent der Befragten die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. „Unsere europäischen Nachbarn in Großbritannien, Frankreich und Luxemburg haben gute Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen gemacht.“

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