Hamburg – 21. März 2007
Die Gewerkschaft Nahrung Genuss-Gaststätten (NGG) spricht sich gegen die geplanten Werksschließungen bei der Südzucker AG aus. Die Schließung der Betriebe in Regensburg und Groß-Gerau wäre eine voreilige Reaktion auf die Ankündigung des Unternehmens, dass das Ergebnis in diesem Jahr negativ ausfallen werde. Der Vorstand handelt hier voreilig. Der Aufsichtsrat habe noch nicht über diese geplanten Maßnahmen beraten.
„Die Beschäftigten haben hervorragende Arbeit geleistet und damit die Gewinne des Unternehmens der letzten Jahrzehnte gesichert. Die Beschäftigten jetzt zu entlassen, wäre ein falsches Signal. Betroffen von den wirtschaftlichen Probleme wären nur wieder diejenigen, die am wenigsten dafür können,“ so der NGG-Vorsitzende Franz-Josef Möllenberg.
Die neue Zuckermarktordnung zeigt in ihrer Anwendung offenbare Mängel. Darauf mit Werksschließungen und Arbeitsplatzabbau zu antworten, sei der falsche Weg.
Stattdessen müssen alle Betroffenen – Arbeitnehmer, Landwirte, Unternehmen in der Zuckerwirtschaft - gemeinsam Widerstand gegen negative Auswirkungen der Zuckermarktordnung leisten. Die Reform müsse allen Beteiligten Nutzen bringen und entsprechend verändert werden. Dafür sei ein breites Bündnis aller Beteiligten notwendig.
Franz-Josef Möllenberg: „Wir werden alles Mögliche unternehmen, um die Arbeitsplätze in den Regionen zu erhalten. Wir stehen solidarisch an der Seite der Beschäftigten in den Betrieben, um für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu kämpfen. Wir wollen Sicherheit für die Arbeitsplätze und eine Perspektive für die Beschäftigten und für die Region.“