Möllenberg: „Bienen können keine Schilder lesen!“

Gentechnik-Novelle unzureichend

Hamburg – 15. August 2007.
„Die offenen Fragen der Gentechnik werden mit der vorgelegten Gesetzesnovelle nicht beantwortet“, so die Einschätzung von Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).


Nicht berücksichtigt werde der Arbeitsschutz. Da die Folgen der neuen Technologie nicht abschätzbar seien, müssten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mit gentechnisch veränderten Organismen in der Lebensmittelproduktion arbeiteten, besonders geschützt werden.


Bei der Abstandsregelung müsse dringend nachgebessert werden. „Ein Mindestabstand für Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen von 150 Metern zu konventionellen und von 300 Metern zu ökologischen Anbauflächen sei viel zu gering. „Bienen können keine Schilder lesen. Ihr Flugverhalten ist unzureichend berücksichtigt.“


Die Absicht, die Positivkennzeichnung neu zu regeln, sei zwar sinnvoll, so Möllenberg, müsse aber noch viel differenzierter werden. „Es reicht nicht, wenn lediglich für Fleisch vorgesehen ist, ein ‚Ohne-Gentechnik-Siegel’ zu verwenden, wenn die Tiere kein gentechnisch verändertes Futter bekommen haben.“

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