Möllenberg: Informantenschutz muss verbessert werden

Berlin – 28. August 2007.

Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), hat heute zum Gammelfleischskandal in Bayern erklärt:

„Der Gesetzgeber muss endlich dafür sorgen, dass Informanten („Whistleblower“) besser geschützt werden. Wieder sei es ein Arbeitnehmer – ein aufmerksamer Lastwagen-Fahrer – gewesen, der die Polizei alarmierte und die Aufdeckung des neuesten Gammelfleischskandals auslöste. Mitarbeiter, die auf Missstände im Betrieb hinweisen, müssen einen umfassenden rechtlichen Schutz vor Repressalien seitens der Arbeitgeber erhalten.“
Mit verstärkten Kontrollen durch die zuständigen, aus NGG-Sicht nicht immer ausreichend besetzten kommunalen Behörden, allein sei den Rechtsverstößen einiger Unternehmen nicht beizukommen. Es gebe nach wie vor eine Dunkelziffer, der nur mit Transparenz, Informantenschutz und qualifizierten, angemessen bezahlten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu begegnen sei. Eigenkontrollen der Fleischwirtschaft seien von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil einige schwarze Schafe immer wieder durch Rechtsverstöße auffallen und eine ganze Branche in Misskredit bringen.

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