Potsdam – 16. Oktober 2007.
„Wir begrüßen den vom Bundesverbraucherministerium entwickelten Leitfaden zur visualisierten Kennzeichnung von Nährwerten auf Lebensmittelverpackungen“, erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, am Rande einer Veranstaltung in Potsdam. Die graphische Darstellung, wie viel Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs an Kalorien, Zucker, Fett, gesättigten Fettsäuren und Kochsalz eine Portion eines Lebensmittels enthalte, sei eine wichtige Orientierungshilfe für die Verbraucherinnen und Verbraucher, ersetze aber nicht die Eigenverantwortung jedes Einzelnen für eine gesunde Ernährung.
„Das von Bundesminister Horst Seehofer angestrebte und wissenschaftlich fundierte visualisierte Kennzeichnungssystem ist besser als die Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln, so wie sie in Großbritannien praktiziert wird und wie sie die Organisation Foodwatch fordert“, so Möllenberg. Das Ampelsystem sei eine verkürzte, teilweise oberflächliche Darstellung.
„Wir brauchen eine verständliche Information über Nährwerte und die Zusammensetzung von Lebensmitteln verbunden mit Empfehlungen für einen gesundheitsförderlichen Ernährungsstil“, so der NGG-Chef weiter. Daher halte NGG auch an der Forderung fest, das Unterrichtsfach Ernährung bundesweit an den Schulen einzuführen. Bereits im Kindesalter müssen die Grundlagen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit gesunden Lebensmitteln gelegt werden.