Möllenberg: „Gesetzlicher Mindestlohn – wir bleiben dran!“

Mainz – 10. November 2007.

„Reformen müssen sich positiv für die Menschen auswirken. Das, was die so genannten Wirtschaftsweisen jetzt aber lobpreisen und ihre Forderung, ‚die Reformdividende nicht aufs Spiel zu setzen’, geht an der Wirklichkeit vorbei“, hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), am Samstag auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Mainz erklärt.

Der wirtschaftliche Boom und der Abbau der Arbeitslosigkeit schlage sich nicht in den Reallöhnen nieder. Die Vollzeitbeschäftigung stagniere, Teilzeit- und Mini-Jobs, Befristung und Leiharbeit nehmen zu und drückten sogar massiv auf die Löhne. Trotz steigender Tariflöhne seien die Reallöhne gesunken. Die Binnenkonjunktur komme nach wie vor nicht in Gang.

„Die Verteilungsgerechtigkeit darf nicht weiter ins Rutschen kommen. Überfällig ist es, dass die Bruttolöhne und -gehälter deutlich steigen. Vor allem darf es nicht sein, dass Menschen zwei oder drei Jobs brauchen, um über die Runden zu kommen. Den immer stärker um sich greifenden Armutslöhnen muss ein Riegel vorgeschoben werden: mit einem gesetzlichen, branchenübergreifenden Mindestlohn von 7,50 Euro. Wir werden nicht nachlassen für diesen Mindestlohn zu kämpfen.“

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