Tarifrunde 2008
und untere Tariflöhne auf mindestens 7,50 Euro anheben
Berlin – 28. November 2007.
Für die Tarifrunde 2008 hat der Hauptvorstand der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine tarifpolitische Empfehlung beschlossen, nach der die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 4,5 bis sechs Prozent steigen sollen.
In Tarifgebieten, in denen die untersten Tariflöhne unter 7,50 Euro pro Stunde liegen, sollen diese auf mindestens 7,50 Euro erhöht werden.
Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft NGG, begründete die Tarifempfehlung: „Die Menschen müssen teilhaben am Produktivitätsfortschritt. Aber auch, um die Binnennachfrage endlich anzukurbeln, ist es an der Zeit, die Realeinkommen wieder zu erhöhen. Wir wollen ein Stück abhaben, von der Torte, die es zu verteilen gibt.“
Für die rund 520.000 Beschäftigten im Ernährungsgewerbe und die rund 1,3 Millionen Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe werden die Tarifkommissionen „die erfolgreiche, betriebsnahe und branchenorientierte Tarifpolitik fortsetzen“, hat Möllenberg angekündigt. Die Laufzeit der Anschlusstarifverträge solle zwölf Monate betragen.