Michaela Rosenberger:

„Leiharbeit nur mit fairen Löhnen!“

Gießen – 5. April 2008.


„Die Arbeitsmarktzahlen, die derzeit bejubelt werden, verdecken, dass ein Großteil der Jobs in der Zeitarbeit entsteht. Mittlerweile wissen wir, dass Zeitarbeit nicht mehr ein Sprungbrett in reguläre Beschäftigung ist, sondern dass Menschen dort zu Niedriglöhnen und in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen festsitzen. Die Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten sind hier sehr eingeschränkt.“ Das hat Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Samstag auf einer Veranstaltung ihrer Organisation in Gießen erklärt. Auch in der Ernährungsindustrie setze sich der Trend zu Leiharbeit und befristeten Beschäftigungsverhältnissen dramatisch fort. Leiharbeit verdränge zunehmend reguläre Beschäftigung. „Es muss Schluss sein mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erster und zweiter Klasse. Deshalb muss der Grundsatz ‚Equal pay – gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit’ verwirklicht werden.“


Michaela Rosenberger kündigte an: „Wir brauchen eine politische Antwort auf die Leiharbeit, die zusehends auch Menschen in regulären Beschäftigungsverhältnissen betrifft. Wir werden in 2008 beginnen, konzentriert Strukturen zu schaffen, um mit den in Zeitarbeit Beschäftigten gemeinsam für gesicherte Beschäftigung und faire Löhne zu kämpfen.“

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