Mindestlohn

Michaela Rosenberger: „Niedriglohnstudie belegt, Umsteuern dringend notwendig!“

Halle/Saale – 26. April 2008


Auf einer Veranstaltung ihrer Organisation in Halle/Saale hat Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), am Samstag Arbeitgeber und Politik zum Umsteuern aufgefordert und die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn bekräftigt:


„Die in der vergangenen Woche vorgestellte Niedriglohnstudie ist ein alarmierendes Signal: Schon heute arbeiten 22 Prozent aller Vollzeit-Beschäftigten im Niedriglohnsektor, fast so viel wie in den Vereinigten Staaten. In Ostdeutschland sind es sogar 36 Prozent. Deutschland ist Europameister beim Niedriglohn. Trotz regulärer Vollzeitarbeit sind Millionen Männer und Frauen arm und erhalten Zuschüsse aus Hartz IV, weil sie von ihrem kümmerlichen Lohn nicht leben können. Billiglöhne von heute erzeugen auch die Altersarmut von morgen. Das ist zutiefst unwürdig und muss sich ändern.


Wenn sich Arbeitgeber weigern, Tarifverträge abzuschließen und die Sozialpartnerschaft in Frage zu stellen, kann auch das Entsendegesetz nicht weiterhelfen. Deshalb werden wir weiter für einen gesetzlichen branchenübergreifenden Mindestlohn kämpfen. Nur so kann auf breiter Ebene dem Lohndumping Einhalt geboten werden.“

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