Arbeitsmarkt

Möllenberg: „Niedriglohn bedroht Sozialsysteme“

Goslar – 26. April 2008


„Die derzeit angeizte Diskussion um Demographie, Renten und Altersarmut berücksichtigt zu wenig, dass über die Renten von morgen auch der Arbeitsmarkt von heute entscheidet. Wir brauchen keine Scheindebatte – wie von der Bundesbank angezettelt – um ein Renteneintrittsalter von 68,5 Jahre. Das ist genauso fahrlässig wie der Versuch des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, Alt und Jung gegeneinander auszuspielen.“ Das hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), am Samstag auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Goslar erklärt.


„Der Arbeitsmarkt muss sich so entwickeln, dass sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu anständigen Löhnen entsteht, die Existenz sichernd sind. Stattdessen erreicht der Niedriglohnbereich fast amerikanisches Niveau. Hier tickt die soziale Zeitbombe. Wir brauchen altersgerechte Arbeitsplätze für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, damit sie auch tatsächlich bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten können.


Die Menschen in Tourismusregionen wie beispielsweise dem Harz brauchen eine Perspektive. Hier muss mehr getan werden. Hier sind die Arbeitgeber gefordert, im Hotel- und Gastgewerbe und in der Tourismuswirtschaft.“

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