NGG-Aktionswoche bei Burger King:
Hamburg, 27. Mai 2008.
„Bigger. Better. Betriebsrat – Hast Du keinen, wähl’ Dir einen“.
Unter diesem Motto informiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) derzeit bundesweit Beschäftigte sowie Kundinnen und Kunden vor Burger-King-Filialen über die Wahl von Betriebsräten und die Vorkommnisse in den vergangenen Wochen.
Michaela Rosenberger, stellvertretende NGG-Vorsitzende: „Mit unseren Aktionen protestieren wir dagegen, dass Burger King massiv gegen die Wahl von Betriebsräten, aktuell vor allem im Süden Deutschlands, vorgeht und Wahlvorständen fristlos kündigt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das demokratische Recht, sich einen Betriebsrat zu wählen. Wir lassen uns weder von rechtswidriger Videoüberwachung noch von Hausverboten – wie in München geschehen – einschüchtern.“
Erst im September 2007 habe NGG einen Tarifvertrag für die ca. 85.000 Beschäftigten in der Systemgastronomie mit dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS), dessen zweitgrößtes Mitglied Burger King ist, abgeschlossen. Rosenberger: „Es ist enttäuschend, dass sich die hieraus erwachsene Hoffnung auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit Burger King zerschlagen hat.“
Burger King betreibt mehr als 600 Restaurants in Deutschland.
Davon sind mehr als zwei Drittel an Franchisenehmer vergeben.
Im System arbeiten ca. 28.000 Beschäftigte.
Bis Ende 2007 existierten bundesweit nur wenige Betriebsräte.
Seither wurden in acht Städten insgesamt zwölf neue Betriebsräte gegründet,
gegen deren Wahl Burger King gerichtlich vorgeht.
Wahlen in weiteren Städten werden vorbereitet.