Hamburg, 2. Juni 2008.
In dem weiter eskalierenden Streit zwischen Milchbauern und Molkereien um einen fairen Milchpreis hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) darauf hingewiesen, dass der Lieferboykott zu Produktions-einschränkungen in verschiedenen Milch verarbeitenden Betrieben geführt hat: „Es kann nicht angehen“, so der NGG-Vorsitzende Franz-Josef Möllenberg, „dass ein hochwertiges Lebensmittel wie Milch vernichtet wird und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Milchwirtschaft von Kurzarbeit oder gar von Arbeitsplatzverlust betroffen sind.“
Nach den bestehenden Tarifverträgen müssen die Unternehmen der Milch verarbeitenden Industrie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiter bezahlen. Verantwortlich für die derzeitigen Auseinandersetzungen ist der Preisdruck des Lebensmitteleinzelhandels und der Lebensmitteldiscounter, der zu Lasten von Milch verarbeitenden Betrieben und Milchbauern geht.
Möllenberg wies aber auch auf den Zusammenhang von Milchpreisen für die Verbraucher und den zu erzielenden Preisen für die Bauern hin.