Frauen verpacken Süßes, verkaufen große und kleine Brötchen, machen sauber und beziehen Betten, organisieren Banketts, schreiben Rechnungen und untersuchen Lebensmittel... In Hotels und Gaststätten, im Lebensmittelhandwerk und in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sind rund 95.000 Frauen Mitglied in der Gewerkschaft NGG.
Soviel sie auch in ihren beruflichen Tätigkeiten unterscheidet, eines verbindet sie: Sie wollen mit der Gewerkschaft NGG ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen stärken.
Ob im Betriebsrat, den NGG-Frauen-Netzwerken (Frauenausschüssen der Regionen, der Landesbezirke oder dem Bundesfrauenausschuss), in den Tarifkommissionen oder in den NGG-Vorständen: Sie mischen sich ein und überlassen nichts dem Zufall. Sie haben Erfahrung und Kompetenz, sie sind Expertinnen - und das nicht nur in eigener Sache.
Vor der NGG-Hauptverwaltung in Hamburg weht jetzt die Fahne von Terre de Femmes.
Hamburg, 25.11.2011. Die NGG beteiligt sich an einer bundesweiten Aktion gegen Gewalt an Frauen. Nach UNO-Angaben wird jede dritte Frau einmal im Leben geschlagen, vergewaltigt oder anderweitig missbraucht. Auch die NGG möchte ein Zeichen setzen und unterstützt die seit 2001 jährlich von „Terres de Femmes“ organisierte Aktion. Der 25. November ist der internationale Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“.
Familienpflegezeitgesetz:
Anlässlich der Expertenanhörung zum Familienpflegezeitgesetz am 19. September 2011 haben DGB, Deutscher Frauenrat, Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen, verband binationaler familien und partnerschaften und zukunftsforum familie die Abgeordneten des Deutschen Bundestages in einer gemeinsamen Erklärung aufgefordert, einen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeiten im Gesetz zu verankern oder aber das Gesetz abzulehnen.
Im Juni 2011 hat der Hauptvorstand die vom Bundesfrauenausschuss vorgeschlagene neue Richtlinie beschlossen.
Das NGG – Buch voll engagierter Frauen mit dem Titel „Habt Ihr keine Männer?“ ist im Herbst 2007 in den Handel gekommen.
„Die Antwort auf die im Titel dieses Buches gestellte Frage lautet: natürlich gibt es auch Männer in der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), aber in diesem Buch stellen sich die Frauen in den Vordergrund. Denn die NGG ist eine „Frauengewerkschaft“, was nicht immer so war.“ So beginnt das Vorwort von Franz-Josef Möllenberg und Michaela Rosenberger. Im Buch werden in 42 Geschichten Frauen aus Handwerk und Industrie, kleinen und großen Unternehmen, multinationalen und ehemals volkseigenen Betrieben porträtiert.
Welche Sternstunden haben sie erlebt? Wo wurde die Strecke mühsam, und wann ging es schnell voran? Welche Herausforderungen waren zu meistern? Und wer hat ihnen Steine in den Weg gelegt, weil sie Frauen waren? Oder weil sie sich für Frauenpolitik einsetzen?
In diesem Monat stellen wir Renate Schöntag, langjährige GBR-Vorsitzende der Eurest Deutschland GmbH vor, die zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand geht.
17. DGB-Bundesfrauenkonferenz
NGG-Delegierte auf der Bundesfrauenkonferenz des DGB
Auf der DGB-Bundesfrauenkonferenz vom 14. bis 16. Januar 2010 in Berlin verabschiedeten 128 Delegierte unter anderem Anträge zur eigenständigen Existenzsicherung von Frauen, Maßnahmen gegen prekäre Beschäftigung, die Abschaffung von Minijobs, die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes, eines Gleichstellungsgesetzes in der Privatwirtschaft sowie eine Frauenquote in Aufsichtsräten. Außerdem sprachen sie sich für die Beibehaltung des Stimmrechts der Frauenvertreterin in den DGB-Vorständen aus. Eingeleitet wurde die Konferenz durch die Fachkonferenz „Wer ernährt die Familie?“