Equal Pay Day
Der "Equal Pay Day" symbolisiert den Tag, bis zu dem Frauen im Schnitt mehr arbeiten müssten, um das gleiche Jahresgehalt wie ihre männlichen Kollegen zu bekommen.
Frauen erhalten in Deutschland durchschnittlich 23 Prozent weniger Entgelt als Männer. In kaum einem anderen EU-Land ist die Entgeltlücke so groß. Das muss sich ändern! Zum diesjährigen Equal Pay Day am 23. März 2012 rufen DGB und Deutscher Frauenrat daher zu einer Kundgebung unter dem Motto „Recht auf Mehr“ in Berlin auf.
Dr. Karin Tondorf und Dr. Andrea Jochmann-Döll wollen mit dem „Newsletter zur Entgeltgleichheit“ Anregungen für die betriebliche Praxis, die Rechtsberatung und die Tarifpolitik geben. In dieser und in künftigen Ausgaben gibt es Tipps und Informationen über neue Entwicklungen, aktuelle Literaturtipps und wichtige Links sowie Interviews mit Expertinnen und Experten, die Hinweise zur Durchsetzung von Entgeltgleichheit liefern.
Haben Sie Anregungen, Informationen über eigene Aktivitäten oder Kritik? Über einen regen Austausch freuen sich die Autorinnen.
WSI-Tarifarchiv
Männer verdienen weiterhin deutlich mehr als Frauen. Das zeigt die neueste Auswertung des WSI-Tarifarchivs. Untersucht wurden die Arbeitsentgelte von knapp 22.000 Frauen und Männern, die sich im vergangenen Jahr anonym an einer Umfrage des Info-Portals „Frauenlohnspiegel“ beteiligten. Laut WSI liegt der Bruttoverdienst von Frauen im Schnitt rund 21 Prozent unter dem der Männer. Auch bei Sonderzahlungen sind Arbeitnehmerinnen benachteiligt. Sie bekommen im Vergleich zu Männern seltener Weihnachtsgeld, seltener Urlaubsgeld und noch seltener eine Gewinnbeteiligung
Die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern liegt derzeit bei ca. 23%. Ein Teil wird durch Entgeltdiskriminierung aufgrund des Geschlechts verursacht. Bisher war es jedoch nicht möglich, diesen Anteil näher zu bestimmen. Mit www.eg-check.de liegt nun ein Prüfinstrument vor, mit dessen Hilfe eine mögliche Ungleichbehandlung beim Arbeitsentgelt auf betrieblicher und tariflicher Ebene identifiziert und beseitigt werden kann.
Dieses Prüfinstrumentarium wurde von Karin Tondorf und Andrea Jochmann-Döll mit finanzieller Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung entwickelt.
www.frauenlohnspiegel.de
Laut einer aktuellen Online-Umfrage liegt der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen rund 23 Prozent unter dem der Männer. Jüngere Frauen weisen einen geringeren Einkommensabstand auf.