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Solidarität mit Streikenden bei Unilever in Großbritannien

NGG-Hauptvorstandsmitglied Hermann Soggeberg überreicht eine Solidaritätbekundung der europäischen Kollegen.

NGG-Hauptvorstandsmitglied Hermann Soggeberg (2.v.r.) überreicht die Solidaritätbekundung der europäischen Kollegen.

 
Port Sunlight, 8. Dezember 2011. Erstmals in der Geschichte des Konzerns haben die Beschäftigten der neun britischen Unilever-Werke gestreikt. Unilever hatte kürzlich angekündigt, die betriebliche Altersvorsorge grundlegend umzugestalten. Hierdurch würden die Beschäftigten im Schnitt 20 Prozent, in Einzelfällen bis zu 40 Prozent ihrer Rentenzahlungen verlieren.
Am 8. Dezember, zum Auftakt der 24-stündigen Arbeitsniederlegung im Unilever-Mutterwerk in Port Sunlight, überreichte Hermann Soggeberg, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates von Unilever in Deutschland und Chairman des Unilever European Works Councils, eine Soli-Botschaft: „Wir wissen, dass gerade in Großbritannien die Betriebrenten einen wichtigen Teil der Altersvorsorge ausmachen. Kein Wunder, dass die Kollegen da auf die Barrikaden gehen. Und sie können sicher sein, dass sie dabei Unterstützung aus ganz Europa erhalten!“

Die Beschäftigten halten sich weitere Schritte offen. Sollte die Konzernführung nicht bereit sein, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sind weitere Streiks möglich.
  

An unsere Norwegischen Schwestergewerkschaften:

Norsk Nærings- og Nytelsesmiddelarbeiderforbund, Fellesforbundet

Wir fühlen mit euch!


 

Internationaler Gewerkschaftsbund (IGB)

Welttag für menschenwürdige Arbeit

Im vierten Jahr in Folge werden Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechtsorganisationen in aller Welt am 7. Oktober 2011 erneut für menschenwürdige Arbeit mobil machen. Am diesjährigen „Welttag für menschenwürdige Arbeit“ geht es in erster Linie um die Auseinandersetzung mit prekären Beschäftigungsformen und die Förderung einer globalen Regulierung des Finanzsektors.
 

Internationaler Gewerkschaftsbund (IGB):

Jährliche Veröffentlichung des IGB zur Verletzung von Gewerkschaftsrechten

Verletzung Gewerkschaftsrechte

In der diesjährigen Ausgabe der Übersicht (143 Länder) wird ausführlich über die weitere Aushöhlung des Rechtes auf Vereinigungsfreiheit und auf Tarifverhandlungen berichtet. Während des Jahres 2010 wurden 90 Menschen aufgrund legitimer Gewerkschaftsaktivitäten getötet, weitere 75 erhielten Morddrohungen, rund 2.500 wurden verhaftet und 5.000 entlassen. Zahlreiche weitere Fälle werden nie bekannt, weil viele Beschäftigte, die Gewerkschaftsarbeit verrichten, eingeschüchtert werden und zu große Angst vor Repressalien haben, um sie anzuzeigen.


In diesem Bericht wird dokumentiert, in welchem Umfang diese Länder grundlegende Rechte bei der Arbeit verweigern und es versäumen, Millionen Menschen, vor allem Jugendlichen, menschenwürdige Arbeitsmöglichkeiten zu garantieren.

2. IGB-Weltkongress

„Die Globalisierung verändern“

Jetzt zählen die Menschen - 2. IGB-Weltkongress

Vom 21. bis 25. Juni 2010 tagte im kanadischen Vancouver der zweite Weltkongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB). Rund 1.400 Delegierte, darunter auch die stellvertretende NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger, debattierten unter dem Motto „Jetzt zählen die Menschen - Aus der Krise mit globaler Gerechtigkeit“ Strategien und Inhalte der internationalen Gewerkschaftsbewegung.

Nestlé Indonesien:

NGG fordert faire Verhandlungen mit der Gewerkschaft SBNIP

Das weltgrößte Lebensmittelunternehmen Nestlé betreibt eine Fabrik in Panjang, in der 75 % der Produktion für den Export hergestellt wird.


Im Jahr 2000 hat sich in dieser Fabrik die „Gewerkschaft der Arbeitnehmer von Nestlé Indonesien“ (SBNIP) gegründet. Als die Gewerkschaft 2007 ihre Forderungen für den Neuabschluss eines Tarifvertrages vorlegte, bestritt Nestlé die Repräsentativität der Gewerkschaft.

Stoppt Nespressionen!

Nestlé, der größte Lebensmittelkonzern der Welt, propagiert eifrig sein Image als „verantwortungsbewusstes Unternehmen". Nestlé-Beschäftigte und ihre Gewerkschaften in aller Welt kennen jedoch ein Unternehmen, das in seinem rücksichtlosen Gewinnstreben kaum eine Gelegenheit auslässt, internationale Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte zu verletzen. Die IUL und ihre Mitgliedsverbände führen hiergegen zurzeit einen Kampf bei Nestlé in Indonesien, Indien, Korea und Hongkong. Unterstützt diesen Kampf! Stoppt die Nespressionen!

 

Globale Gerechtigkeit

Die Gewerkschaft NGG ist Mitglied in der europäischen Gewerkschaftsföderation EFFAT für den Lebensmittel-, Landwirtschafts- und Tourismussektor. EFFAT vertritt als europäische Dachorganisation von 120 internationalen Gewerkschaften aus 35 Ländern Europas die Interessen von mehr als 2,6 Millionen Mitgliedern gegenüber den europäischen Institutionen, Industrieverbänden und Unternehmensleitungen. Ihren Sitz hat EFFAT, die Regionalorganisation der IUL, in Brüssel, Belgien. Präsident der EFFAT ist der niederländische Kollege Martin Siecker, Generalsekretär der Deutsche Harald Wiedenhofer.

Die Internationale Gewerkschaftsföderation für den Lebensmittel-, Landwirtschafts-, Gastgewerbe- und Genussmittelsektor ist die IUL. Sie vertritt als internationale Dachorganisation von 324 Gewerkschaften in 120 Ländern die Interessen von mehr als 12 Millionen Mitgliedern. Ihren Sitz hat die IUL in Genf, Schweiz. Präsident der IUL ist der Schwede Hans-Olof Nilsson, Generalsekretär der englische Kollege Ron Oswald. Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der NGG, ist einer der IUL-Vizepräsidenten.

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