Ljubljana
Demonstration in Ljubljana am 5. Aptil 2008
Rund 35.000 Menschen waren dem Aufruf des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) gefolgt und demonstrierten am 5. April 2008 in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana für gerechte Löhne in Europa.
Mehr als 50 gewerkschaftliche Organisationen aus rund 30 Ländern forderten in Ljubljana ein höheres Lohnniveau und annehmbare Mindestlöhne in allen EU-Staaten. DGB-Vorsitzender Michael Sommer: „Mindestlöhne sind ein wichtiges Instrument, um Lohnuntergrenzen festzulegen. In 20 europäischen Ländern ist das so. Nur in Deutschland wird so getan, als seien Lohnuntergrenzen der Untergang der deutschen Wirtschaft.“
Begleitet wurde Sommer vom roten Mindestlohn-Truck mit der Aufschrift „Arm trotz Arbeit. Deutschland braucht den Mindestlohn!“ Deutschland, so der DGB-Chef, dürfe nicht weiter staatlich subventioniertes Lohndumping betreiben. Das sei auch eine Frage europäischer Solidarität. Wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt stärke man durch faire Löhne, faire Arbeitsbedingungen und faire Teilhabechancen – und schaffe so fairen Wettbewerb. Und an die Adresse der in der Nähe der Demo tagenden EU-Finanzminister ging der Appell, sich im Zusammenhang mit der internationalen Finanzkrise auf „europäische Regelungen und international einheitliche Standards und ein leistungsfähiges Frühwarnsystem zu verständigen: Mit Selbstverpflichtungen löst ihr dieses Problem nicht, auch nicht mit Aussitzen“, so Sommer.
Info: www.etuc.org