Ulm – 14. Januar 2011
Auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Ulm hat der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, am Freitag insbesondere zu den Herausforderungen des Jahres 2011 Stellung genommen: „Es geht nicht nur um die Durchsetzung unserer tarifpolitischen Forderungen. Gerade vor dem Hintergrund der Polarisierung in unserer Gesellschaft – die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher – ist es dringend geboten, eine politische Wende herbeizuführen.“
Das, so Möllenberg, beginne bei einer solidarischen Krankenversicherung und gehe bis hin zur dringenden Notwendigkeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu bekämpfen. Bei Leiharbeit müsse der Grundsatz „Gleiche Arbeit – Gleiches Entgelt“ umgesetzt werden.
„Da einige Arbeitgeber sich jedoch ihrer sozialen Verantwortung entziehen und die Gewerkschaften mitunter zu schwach sind, muss der Gesetzgeber für alle Branchen einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde einführen“, forderte der NGG-Vorsitzende. Gerade die bevorstehenden sieben Landtagswahlen, eine davon in Baden-Württemberg, böten Gelegenheit, ein politisches Signal zu senden.